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Leider nur ein Unentschieden

Samstag, 29. August 2026 · 14:00 UhrFlens-Oberliga, 6. Spieltag

Schiedsrichter: Finn Jonah DettmerLinienrichter: Lutz Jessen, Matthias Hendrik Müller

90

Spielbericht vom 30. August 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    MTSV mit starkem Start – am Ende 2:2 gegen Phönix II

    Der MTSV Hohenwestedt bleibt auch im dritten Spiel in Folge ungeschlagen. Gegen Phönix Lübeck II sah es im Sportpark Wilhelmshöhe lange nach dem nächsten Heimsieg aus. Trotz einer 2:0-Führung und mehr als 70 Minuten in Überzahl musste sich unsere Mannschaft am Ende mit einem 2:2 begnügen.

    Vor 156 Zuschauern erwischte der MTSV einen Start nach Maß. Bereits nach einer Minute lag der Ball im Lübecker Tor. Nach einem Ballgewinn schaltete Hohenwestedt schnell um und spielte die Kugel tief. Anschließend wurde auf Mats Schaller zurückgelegt, der konzentriert blieb und zur frühen Führung abschloss.

    Der MTSV war von Beginn an gut in der Partie und erarbeitete sich weitere Möglichkeiten. Nach 20 Minuten kam dann eine weitere entscheidende Situation hinzu: Phönix-Spieler Silas Meyer sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Die Gäste mussten damit für den restlichen Spielverlauf mit zehn Spielern auskommen.

    Sievers sorgt für das 2:0

    Die numerische Überlegenheit konnte der MTSV zunächst nicht so konsequent nutzen, wie man es sich gewünscht hätte. Der Zugriff auf die Partie ging zwischenzeitlich etwas verloren.

    Trotzdem gelang vor der Pause der zweite Treffer – und der hatte eine besondere Qualität.

    Kapitän Tjark Sievers wich mit dem Ball auf den Flügel aus, ließ seinen Gegenspieler mit einem Tunnel stehen und zog anschließend aus spitzem Winkel ab. Sein Abschluss flog unter die Latte und sorgte für das 2:0.

    Liga-Obmann Dennis Jera beschreibt diese Phase selbstkritisch: „Nach dieser Karte verlieren wir leider den Zug und die Kontrolle, erzielen aber trotzdem nach einer ganz starken Aktion von unserem Kapitän Tjark Sievers das 2:0.“

    Der MTSV hatte anschließend sogar noch weitere Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Doch im Abschluss fehlte die notwendige Konsequenz.

    „Es ergeben sich noch weitere sehr gute Einschussmöglichkeiten, aber wir gehen einfach zu fahrlässig mit unseren Möglichkeiten um und vergeben bedauerlicherweise alle davon“, so Jera.

    Das sollte sich noch vor der Pause bemerkbar machen. Mika Meyer verkürzte in der 40. Minute auf 1:2 und brachte Phönix damit wieder zurück ins Spiel.

    Nach der Pause wird es immer offener

    Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde deutlich, dass die Partie trotz der Hohenwestedter Überzahl keineswegs entschieden war. Phönix zog sich nicht einfach zurück, sondern wurde zunehmend mutiger.

    Beim MTSV ging gleichzeitig immer mehr Kontrolle verloren. Trotzdem boten sich unserer Mannschaft weiterhin Möglichkeiten, mit dem dritten Treffer für die Vorentscheidung zu sorgen.

    Der Ball wollte jedoch nicht mehr ins Lübecker Tor.

    Stattdessen wurde die Begegnung immer offener. Auch Phönix kam nun häufiger gefährlich vor das MTSV-Gehäuse und nutzte die sich bietenden Räume besser aus.

    In der 82. Minute fiel schließlich der Ausgleich. Leon Dippert traf zum 2:2.

    Am Ende ein gerechtes Ergebnis

    In den letzten Minuten versuchte der MTSV noch einmal, den Siegtreffer zu erzielen. Die Gäste verteidigten jedoch konsequent und brachten den Punkt über die Zeit.

    Für Dennis Jera ist das Ergebnis letztlich nachvollziehbar:

    „Am Ende ist das 2:2 ein gerechtes Ergebnis, was für unsere Mannschaft aber sehr ärgerlich ist, da man mehrfach die Möglichkeit hatte, das Spiel zu entscheiden.“

    Trotz des verpassten Sieges sieht der Liga-Obmann die Entwicklung der Mannschaft positiv:

    „Wir sollten aber trotzdem positiv bleiben, da wir mittlerweile in der Lage sind, mit solchen Gegnern mitzuspielen und selber entscheiden, was auf dem Platz passiert.“

    Und genau diese Entwicklung darf trotz des Ärgers über die verpassten drei Punkte nicht vergessen werden. Der MTSV hat erneut gezeigt, dass er mit einem spielstarken Gegner mithalten, sich zahlreiche Torchancen erarbeiten und das Spiel über weite Strecken selbst bestimmen kann.

    Der dritte ungeschlagene Auftritt in Folge ist daher eine gute Grundlage für die kommenden Aufgaben.