Nerven gezeigt

Spielbericht vom 26. September 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
Bittere 1:3-Niederlage im Sportpark Wilhelmshöhe
MTSV kämpft sich nach frühem 0:2 zurück – Gelb-Rote Karte bringt die Wende
Der MTSV Hohenwestedt musste sich am Freitagabend im Sportpark Wilhelmshöhe mit 1:3 gegen Rapid geschlagen geben. Dabei erwischte unsere Mannschaft einen denkbar schlechten Start, kämpfte sich nach einem frühen 0:2-Rückstand aber eindrucksvoll zurück in die Partie. Am Ende sorgten eine Gelb-Rote Karte und eine erneute Unachtsamkeit nach einem Eckball dafür, dass der MTSV trotz einer guten kämpferischen Leistung ohne Punkte blieb.
Früher Rückstand nach verschlafenem Start
In den ersten 20 Minuten kam der MTSV überhaupt nicht ins Spiel. Rapid setzte unsere Mannschaft tief in der eigenen Hälfte fest und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten.
Dass es nach dieser Anfangsphase nicht bereits höher stand, war vor allem Calvin Brooklyn Schultz zu verdanken. Der MTSV-Torhüter zeigte erneut eine starke Leistung und hielt seine Mannschaft mehrfach im Spiel. Calvin ist bereits seit Wochen in überragender Form.
In der 10. Minute war aber auch Schultz machtlos: Tino Arp traf mit einem sehenswerten Freistoß zur 1:0-Führung für die Gäste.
Nur zwei Minuten später legte Rapid nach. Amir Aboukassim erhöhte in der 12. Minute auf 2:0.
Ein ernüchternder Start für den MTSV – doch die Mannschaft zeigte anschließend die richtige Reaktion.
Schnoor bringt den MTSV zurück ins Spiel
Nach dem 0:2 bekam der MTSV die Partie zunehmend besser in den Griff. Rapid begann, sich zurückzuziehen, und unsere Mannschaft kam immer besser ins Spiel.
In der 19. Minute fiel schließlich der wichtige Anschlusstreffer. Eine gut getretene Ecke von Tjark Sievers konnte Rapid nicht entscheidend aus der Gefahrenzone klären. Henni Schnoor war zur Stelle und verwandelte aus rund fünf Metern kompromisslos zum 1:2.
Der Treffer gab dem MTSV zusätzlichen Auftrieb. In der Folge erspielte sich Hohenwestedt mehrere gute Möglichkeiten.
Besonders bitter: Fabian Engbrecht wurde auf halblinker Position freigespielt und traf aus rund acht Metern nur die Unterkante der Latte. Der Ball sprang wieder heraus – der Ausgleich blieb aus.
Auch Maci Dahm und erneut Henni Schnoor hatten mit guten Kopfbällen aus aussichtsreichen Positionen Möglichkeiten zum 2:2.
Der MTSV war nach dem frühen 0:2 nun deutlich besser im Spiel und hätte den Ausgleich durchaus verdient gehabt. Mit dem 1:2 ging es jedoch in die Halbzeitpause.
MTSV kommt gut aus der Pause – dann die Gelb-Rote Karte
Auch nach dem Seitenwechsel machte unsere Mannschaft dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatte. Der MTSV kam gut aus der Kabine und hatte weiterhin Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen.
Dann folgte in der 58. Minute der entscheidende Rückschlag: Maci Dahm sah die Gelb-Rote Karte, nachdem er bereits in der ersten Halbzeit verwarnt worden war.
Die Hohenwestedter mussten nun mit zehn Mann weiterspielen. Die Mannschaft versuchte weiterhin alles, doch das Spiel kippte zunehmend.
In der 65. Minute fiel schließlich das 1:3. Nach einem Eckball war der MTSV erneut nicht konsequent genug in der Defensive. Emeraude Betani-Baku erzielte den dritten Treffer für Rapid.
Dabei war es ausdrücklich keine Situation, die aufgrund der Unterzahl entstehen musste. Wieder einmal führte eine vermeidbare Unachtsamkeit zu einem Gegentor.
Mit zehn Mann und einem Zwei-Tore-Rückstand war die Partie anschließend nur noch schwer zu drehen.
Dennis Jera: „Jetzt darf nicht mehr an gestern gedacht werden“
Die Enttäuschung über die Niederlage ist groß. Gleichzeitig gibt es für den Einsatz der Mannschaft keinen persönlichen Vorwurf, betont MTSV-Obmann Dennis Jera:
„Die Jungs haben wieder füreinander gekämpft und alles versucht. Niemandem persönlich kann man einen Vorwurf machen.“
Gleichzeitig sieht Jera die wiederkehrenden Unkonzentriertheiten in der Defensive als Problem:
„Diese defensiven Unkonzentriertheiten ziehen sich bereits durch das erste Saisondrittel und kosten uns wiederholt bessere Ergebnisse. Wir müssen diese Situationen dringend ernster nehmen, um bessere Ergebnisse zu erzielen.“
Viel Zeit zum Ärgern bleibt ohnehin nicht. Bereits am Dienstag wartet mit Eckernförde die nächste Aufgabe.
Jera blickt deshalb unmittelbar nach vorne:
„Morgen darf nicht mehr an gestern gedacht werden und nur noch Dienstag im Kopf sein. Wir müssen gegen Eckernförde gewinnen und das Spiel ziehen.“
Die Niederlage ist bitter. Entscheidend ist jetzt die Reaktion. Kopf hoch, weiterarbeiten und am Dienstag die drei Punkte holen!


