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5:4 Auswärtssieg

Samstag, 24. Oktober 2026 · 13:00 UhrFlens-Oberliga, 14. Spieltag

Spielbericht vom 24. Oktober 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    5:4-Auswärtssieg in Oldenburg: MTSV dreht nach der Pause auf

    1. Herren zeigen Moral, treffen fünfmal und belohnen sich für eine starke zweite Halbzeit

    Was für ein Auswärtsspiel! Der MTSV Hohenwestedt hat sich beim Oldenburger SV mit 5:4 durchgesetzt und dabei einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt. Nach einer schwierigen ersten Halbzeit sorgte eine mutige taktische Umstellung nach dem Seitenwechsel für die Wende. Am Ende stand ein hart erarbeiteter Auswärtssieg, der vor allem aufgrund der deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause verdient war.

    Früher Rückstand, schnelle Antwort

    Die Mannschaft hatte sich unter der Woche intensiv auf die besonderen Platzverhältnisse vorbereitet. Der Kunstrasen in Oldenburg war allerdings deutlich kleiner als gewohnt und bei den Bedingungen entsprechend schnell. Unter Wettkampfbedingungen benötigte der MTSV zunächst Zeit, um sich darauf einzustellen.

    Die Gastgeber nutzten das direkt aus und gingen bereits mit ihrer ersten Aktion in Führung. Nach einem gewonnenen Pressball im Mittelfeld schaltete Oldenburg schnell um und kam über außen zum Abschluss im Zentrum – 1:0.

    Die Antwort der Hohenwestedter ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Direkt nach dem Anstoß spielte Tjark Sievers den Ball nach links zu Fabian Engbrecht. Dessen Hereingabe fand Mats Schaller, der am Elfmeterpunkt mit links überlegt zum 1:1 ins untere linke Eck traf.

    In der Folge übernahm der Oldenburger SV zunehmend die Kontrolle. Die Gastgeber setzten nach Ballgewinnen konsequent nach und bereiteten dem MTSV mit ihrem Gegenpressing Probleme. Hohenwestedt gelang es zu selten, geschlossen nachzurücken und die Räume zu schließen. Oldenburg nutzte das aus und stellte mit zwei weiteren Treffern auf 3:1. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.

    Mutige Umstellung bringt die Wende

    Zur zweiten Halbzeit reagierte das Trainerteam und stellte auf ein 3-5-2 um. Die Viererkette wurde aufgelöst, im Angriff sollten Arseni Ksenofontov und Lennard Möller mit ihrer Beweglichkeit für mehr Gefahr sorgen.

    Die Umstellung erwies sich als entscheidender Wendepunkt. Der MTSV presste nun deutlich höher, gewann mehr Zugriff auf das Spiel und brachte die Oldenburger Defensive zunehmend in Schwierigkeiten. Die Hohenwestedter erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten und belohnten sich schließlich für ihren mutigen Auftritt.

    Tjark Sievers setzte Arseni Ksenofontov mit einem präzisen Steckpass aus dem Mittelfeld in Szene. Ksenofontov lief in die Tiefe und verkürzte mit einem Linksschuss auf 2:3.

    Der MTSV blieb am Drücker und kam zum Ausgleich. Nach einem Freistoß aus halblinker Position, rund 25 bis 30 Meter vor dem Tor, brachte Sievers den Ball direkt gefährlich in den Strafraum. Die Hereingabe passierte mehrere Spieler und schlug im unteren rechten Eck zum 3:3 ein.

    Die Partie war nun endgültig offen – und Hohenwestedt legte weiter nach. Lennard Möller zog eine Hereingabe von rechts mit links auf das Tor. Oldenburgs Mielke lenkte den Ball mit der Hand an die Latte und wurde dafür des Feldes verwiesen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Tjark Sievers sicher zur 4:3-Führung.

    Zwei Platzverweise, ein verschossener Elfmeter und die Entscheidung

    Mit der Überzahl im Rücken boten sich dem MTSV weitere Räume. Nach wiederholten Foulspielen sah ein weiterer Oldenburger die Gelb-Rote Karte. Die Gastgeber mussten die Schlussphase somit mit neun Spielern bestreiten.

    Hohenwestedt hatte die Chance, die Führung vom Elfmeterpunkt auszubauen. Nach einem Doppelpass über die linke Seite zwischen Tjark Sievers und Felix Ploog brachte Ploog den Ball in den Strafraum. Die Hereingabe sprang einem Oldenburger an die Hand. Sievers trat erneut zum Strafstoß an, konnte diesmal jedoch nicht verwandeln.

    Der MTSV ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Wenig später spielte Sievers aus zentraler Position einen weiteren Steckpass in die Tiefe. Lennard Möller kam über die rechte Seite, zog nach innen und schloss mit links flach zum 5:3 ab.

    Die Entscheidung schien gefallen, doch der Oldenburger SV gab sich trotz doppelter Unterzahl nicht auf. Nach einer Hereingabe von der linken Seite rutschte der Ball durch den Strafraum und fand den Weg zum 4:5-Anschlusstreffer ins Tor.

    In der Schlussphase musste Hohenwestedt noch einmal zittern. Nach einer Unstimmigkeit bei einem hohen Ball lief ein Oldenburger frei auf das Tor zu, traf jedoch nur den linken Pfosten. Anschließend wurde die Situation geklärt und kurz darauf pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.

    Ein Sieg, der Mut macht

    Nach einer schwierigen ersten Halbzeit zeigte der MTSV Hohenwestedt nach dem Seitenwechsel ein völlig anderes Gesicht. Die Mannschaft agierte mutiger, presste höher und erspielte sich zahlreiche Chancen. Mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss wäre sogar noch der eine oder andere Treffer möglich gewesen.

    Ein besonderer Anteil am Erfolg gebührt dem Trainerteam, das mit der Umstellung auf das 3-5-2 den richtigen Impuls setzte. Die taktische Veränderung erwies sich als echter Gamechanger und brachte die Mannschaft zurück in die Partie.

    Auch wenn die Schlussphase noch einmal spannend wurde, steht unter dem Strich ein verdienter Auswärtssieg. Nach einigen unglücklichen und knappen Ergebnissen in den vergangenen Wochen belohnte sich der MTSV diesmal für seinen Einsatz und seinen mutigen Auftritt.

    Fünf Tore, eine starke Aufholjagd und drei wichtige Punkte – dieser Auswärtssieg kann der Mannschaft zusätzlichen Rückenwind geben.

    Aufstellung MTSV Hohenwestedt

    Startelf:

    Calvin Brooklyn Schultz (24) – Macius Dahm (3), Henrik Schnoor (5), Thies Kochanski (7), Fabian Engbrecht (8), Mats Schaller (10), Killian Pingel (17), Jannik Sierks (20), Tjark Sievers (23), Tim Sienknecht (31), Arseni Ksenofontov (42)

    Ersatzbank:

    Theo Pohl (1), Sebastian Sanchez Garcia (6), Tjark Struve (18), Lennard Möller (19), Jan-Ole Belz (27), Hinrich Schröder (30), Felix Ploog (33)

    Trainer: Arend Müller

    Tore

    • 1:0 Marcell Sobotta (1.)
    • 1:1 Mats Schaller (10.)
    • 2:1 Silas Bünning (16.)
    • 3:1 Marcell Sobotta (40.)
    • 3:2 Arseni Ksenofontov (49.)
    • 3:3 Tjark Sievers (61.)
    • 3:4 Tjark Sievers (77., Foulelfmeter)
    • 3:5 Lennard Möller (79.)
    • 4:5 Matty Möller (89.)

    Das Video zum Spiel